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Amazon ist und bleibt der größte Player im Onlinehandel. Das US-Unternehmen hatte 2017 über 50 % Marktanteil am deutschen E-Commerce. Und wenn du im E-Commerce tätig bist aber bisher noch nicht in Erwägung gezogen hast, bei Amazon als Verkäufer aufzutreten, gehen dir eine ganze Menge Kunden durch die Lappen. Deshalb möchten wir dir heute ein paar Tipps mitgeben, wie du bei Amazon Fuß fassen und ein erfolgreicher Verkäufer werden kannst.

Der erste Schritt auf dem Weg zum Amazon-Verkäufer ist das erstellen eines Verkäufer-Accounts. Hier listet Amazon alles auf, was benötigt wird um als Verkäufer auf Amazon in Erscheinung zu treten. Zunächst kannst du einen Monat kostenlos auf Amazon verkaufen, was besonders praktisch für Verkäufer ist, die noch nicht genau wissen, ob Amazon wirklich das richtige für sie ist.

 

Welches Preismodell ist das richtige für dich?

Danach musst du dich entscheiden, welches Preismodell für dich das Richtige ist: Für diejenigen, die nur sporadisch Produkte auf Amazon verkaufen wollen, eignet sich das Basiskonto. Hier zahlst du keine monatliche Grundgebühr, bist allerdings darauf beschränkt, nicht mehr als 40 Artikel pro Monat zu verkaufen. Außerdem erhebt Amazon für das Basiskonto für jedes verkaufte Produkt eine feste Gebühr von 0,99 €.

Wer hingegen voll ins Amazon-Business einsteigen möchte und in hohem Maße Produkte bei Amazon verkaufen möchte, sollte sich ein professionelles Anbieterkonto einrichten: Hier entfällt die Beschränkung der 40 Artikel pro Monat, du kannst also so viel bei Amazon verkaufen wie du möchtest. Allerdings erhebt Amazon beim professionellen Anbieterkonto eine monatliche Grundgebühr von 39 €. Dafür fällt die feste Pauschale pro verkauftem Produkt weg, und du bezahlst nur die kategorieabhängigen Verkaufsgebühren.

 

Such dir eine Nische

Nachdem du dich bei Amazon als Verkäufer angemeldet hast, ist der nächste Schritt, ein Produkt zu finden. Wer nicht schon vorher eine Idee hat, was er verkaufen möchte, sollte sich spätestens jetzt darüber Gedanken machen. Am besten sollte es sich hier um ein Produkt handeln, das besonders wenig Konkurrenz hat. Denn mit der Größe und Reichweite von Amazon kommt auch eine Fülle an Händlern, die alle ihr Produkt an den Mann oder die Frau bringen wollen.

Daher bieten sich Nischenprodukte am besten an, wenn man gerade anfängt bei Amazon zu verkaufen. Außerdem sollte der Sales Rank des Produktes relativ niedrig sein. Wenn du ein Produkt mit Verkaufsrang unter 10.000 findest, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass es sich gut verkaufen wird. Den Verkaufsrang kannst du in der Amazon-Verkäuferzentrale über die Kennzahlen des Produktes (ASIN oder UPC) ermitteln.

 

Der Preis entscheidet

Ein weiterer wichtiger Faktor für den Erfolg auf Amazon ist natürlich der Preis. Ein Vergleich mit der Konkurrenz in einer Produktkategorie ist obligatorisch, denn wofür man sich entscheidet wenn man die Wahl zwischen einem Produkt für 30 Euro und dem gleichen Produkt für nur 15 Euro hat, erklärt sich wohl von selbst.

Weiterhin sollte man, gerade zu Anfang, kostenlosen Versand für sein Produkt anbieten. Denn mittlerweile ist der Amazon Prime-Versand ein wichtiges Kriterium für Käufer auf Amazon, und wenn man schon keinen Prime-Versand anbieten kann, dann zumindest kostenlosen.

Auch wenn es vielleicht die Gewinnspanne schmälert, für den Anfang sind  ein niedriger Preis und kostenloser Versand wichtige Argumente für den Kauf deines Produktes, vorallem weil du ansonsten noch nicht viel vorzuweisen hast. Und denk daran, diese Maßnahmen sind nur temporär, das heißt wenn du dich erstmal auf der Plattform etabliert hast, kannst du sie getrost wieder rückgängig machen.

Eine praktische Möglichkeit um seinen Kunden kostenlosen Prime-Versand anbieten zu können ist Amazon FBA. FBA steht für “Fulfillment by Amazon” und bedeutet, dass Amazon sich um die Lagerung und den Versand der Produkte kümmert. Das bedeutet, dass Amazon dir als Verkäufer eine Menge Arbeit abnimmt: Du benötigst keine Lagerkapazitäten, weil deine Produkte im Amazon-Lager liegen, und auch um Retouren musst du dich nicht kümmern. All das übernimmt Amazon. Allerdings macht Amazon das natürlich nicht kostenlos: Amazon verlangt im Rahmen seines FBA-Programms eine pauschale Versandgebühr sowie Lagerkosten pro Produkt.

 

Bewertungen sind das A und O

Ein weiterer wichtiger Faktor, der darüber entscheidet ob sich dein Produkt gut verkauft oder nicht, sind Bewertungen von Käufern. Denn die wichtigste Währung in der Masse der Verkäufer auf Amazon ist Vertrauen: Käufer sind eher gewillt ein Produkt bei einem Verkäufer mit mehreren positiven Bewertungen zu kaufen als bei einem, der gar keine oder im schlimmsten Fall negative Bewertungen hat.

Dies gilt übrigens nicht nur für Produktbewertungen. Auch Bewertungen des Verkäufers an sich sind wichtig. Allerdings ist es hier besonders schwierig, Käufer davon zu überzeugen, eine Bewertung abzugeben. Die wenigsten sind daran interessiert nach dem Kauf eines Produktes auch noch den Verkäufer zu bewerten.

Aber wie kommt man an Bewertungen und Rezensionen wenn man noch ganz am Anfang steht? Eine einfache und effektive Variante sind Produkttester-Plattformen. So eine PLattform bietet zum Beispiel AMZ-Marketing mit der Plattform ShoppingTests.com. Hier werden Produkte zu günstigen Preisen an Produkttester abgegeben, die dann im besten Falle eine Rezension auf Amazon für das Produkt verfassen. Im besten Falle deshalb, weil dieses System auf Freiwilligkeit basiert. Bis vor einer Weile war das noch anders, aber mittlerweile dürfen laut Amazon-Richtlinien keine Bedingungen mehr an die Abgabe eines Produktes zu günstigeren Preisen oder gar kostenlos geknüpft werden.

Daher muss man heute den Produkttestern in der Hinsicht vertrauen, dass sie auch wirklich eine Rezension abgeben. Allerdings sind die meisten dieser Tester diesbezüglich sehr zuverlässig, da sie sich ja aus genau diesem Grund auf einer Produkttesterplattform angemeldet haben.

 

Optimieren geht über studieren

Eine weiterer wichtiger Aspekt beim Erfolg oder Nichterfolg eines Produktes ist die Suchmaschinenoptimierung. Dies ist ein Begriff, den die meisten wahrscheinlich eher mit Google und Co verbinden, allerdings ist SEO auch auf Amazon unverzichtbar.

Denn wer sein Produkt effizient verkaufen möchte, muss dafür sorgen, dass es in der Amazon-Suche so weit oben wie möglich gelistet wird. Dies geht nur durch Optimierung des Produktes hinsichtlich mehrerer wichtiger Aspekte:

Zuallererst musst du dich um die richtigen Keywords bemühen. Sie entscheiden darüber, ob dein Produkt überhaupt bei einer Amazon-Suche in der Liste auftaucht oder nicht. Denn damit das geschieht, müssen ALLE gesuchten Begriffe auch in deinem Produkt-Listing auftauchen. Wenn also jemand nach “Schuh schwarz Leder” sucht, reicht es nicht nur die Begriffe Schuh und Leder in den Keywords, dem Titel oder der Produktbeschreibung zu haben. Solange das Wort Schwarz nicht auch vorkommt, erscheint das Produkt gar nicht erst in der Suche.

Und Keywords sind nicht nur auf das entsprechende Keyword-Feld beschränkt: Sie sollten weiterhin auch im Titel, den Bullet-Points sowie der Produktbeschreibung auftauchen (aber natürlich nur so, dass sich der Text immer noch natürlich liest und nicht nur eine Aneinanderreihung von Schlüsselbegriffen ist).

Aber nicht nur Keywords sind wichtig, auch Bilder und andere Elemente sollten optimiert werden. Denn Amazon berücksichtigt so gut wie alles im Algorithmus, der das Ranking in der Suche festlegt. Suchmaschinenoptimierung ist also durchaus ein Thema, mit dem du dich intensiv auseinander setzen solltest, wenn du auf Amazon erfolgreich verkaufen möchtest. Auch im Bereich SEO bietet AMZ-Marketing zahlreiche Möglichkeiten und Dienstleistungen an, die dir hier eine Menge Arbeit abnehmen können.