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Amazon Vendor und Amazon Seller kombinieren

Amazon bietet seinen Händlern zwei unterschiedliche Modelle, unter welchen Produkte angeboten werden können: Das Amazon Seller Programm und das Amazon Vendor Programm.

Als Amazon Seller agieren Sie als sogenannter Drittanbieter und verkaufen Ihre Produkte eigenständig auf dem Online-Marktplatz. Sie haben die volle Kontrolle über das Produkt-Listing und die Preisgestaltung. Falls erwünscht kann ein Seller „Fullfilment by Amazon“ (FBA) wählen. Das heißt die gesamte Lagerung und Versandabwicklung übernimmt Amazon.

Amazon verschickt Einladungen für das Amazon Vendor Programm. Dadurch werden die Produkte nicht mehr direkt an den Konsumenten, sondern in großen Mengen an Amazon verkauft. Der Verkäufer agiert also wie ein Lieferant, während Amazon die gesamte Verantwortung über Preis, Verkauf und Versand übernimmt.

Inzwischen fahren einige Händler eine hybride Strategie, indem Sie die beiden Verkaufsmodelle kombinieren. Das bedeutet sie besitzen gleichzeitig einen Amazon Vendor als auch einen Amazon Seller Account!

Möglichkeiten des Hybridmodells
Indem Sie Amazon Seller und Amazon Vendor kombinieren können Sie die Vorteile beider Programme nutzen:

Grundsätzlich bietet eine hybride Strategie mehr Sicherheit. Viele Händler wollen nicht in eine völlige Abhängigkeit von Amazon geraten. Deshalb entscheiden sie sich dafür, zusätzlich einen Seller Account zu betreiben. Wieder andere bieten eine bestimmte Auswahl an Produkten als Amazon-Vendor und weitere Produkte als Amazon-Seller an. Als Amazon Seller ist der Arbeitsaufwand im Vergleich sehr viel höher als im Vendor Programm. Allerdings haben die Verkäufer dadurch mehr Kontrolle. Zusätzlich können sie folgenden Problematiken, die häufig im Vendor Programm entstehen, entgegenwirken:

  • Out of Stock: Im Vendor Programm kann es passieren, dass Amazon aus unterschiedlichen Gründen zeitweise keine Ware bezieht. Als Seller sorgen Sie selbst dafür, dass Ihre Ware ständig verfügbar ist.
  • Produkte anlegen: Amazon braucht oft wochenlang, um neue Produkte auf Amazon hochzuladen. Als Seller können Sie diese ganz einfach direkt einpflegen.
  • Logistik: Falls Sie Produkte anbieten, welche von Amazon als Sperrgut deklariert werden, können Sie diese Ware einfach im Seller Programm vertreiben und die Logistik eigenständig übernehmen.
  • „Bankdrücker“: Manche Produkte sind für Amazon nicht profitabel genug und werden aus diesem Grund nicht weiter nachbestellt. In diesem Fall können Sie diese einzelnen Artikel anschließend als Seller verkaufen.

Die Risiken eines Hybridmodells
Natürlich ist auch im Hybridmodell nicht alles Gold was glänzt. Auch hier gibt es einige Risiken und Herausforderungen, die Sie bedenken sollten:

  • Verständnis beider Systeme: Die beiden Programme haben teilweise sehr unterschiedliche Funktionsweisen. Für den Seller Account sollten Sie zusätzlich genügend Ressourcen planen, um sich in das Programm einzuarbeiten und zu pflegen.
  • Kundenzufriedenheit: Da Amazon hinsichtlich der Kundenzufriedenheit den höchsten Anspruch an sich selbst hat, müssen Sie als Seller auf einem ähnlichen Niveau sein. Falls der Seller Account von den Usern schlecht bewertet wird, kann Amazon diesen sperren.
  • Wettbewerb: Sie sind der direkte Konkurrent zu Ihrem Großhandelskunden (u.A. Amazon) und kämpfen beide um die Buybox.

FAZIT
Ob Sie als Amazon Seller, Amazon Vendor oder als beides in einem Hybridmodell auftreten bleibt Ihnen überlassen und hängt von Ihrer E-Commerce und Distributionsstrategie ab. Falls Sie sich für letzteres entscheiden müssen Sie den deutlich höheren Arbeitsaufwand kalkulieren und sich bewusst sein, dass Amazon jederzeit den Seller Account sperren kann. Wer den hohen Aufwand nicht scheut kann sich die Vorteile beider Programme zu Nutzen machen.

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