Skip to main content

Was sind Native Ads? Wofür sind sie gut?

Native Ads sind bezahlte Werbeanzeigen, die auf einer anderen Website als der eigenen ausgespielt werden. Sie sind so gestaltet, dass man sie nur schwer von redaktionellen Artikeln unterscheiden kann. Somit lässt sich nur schwer erkennen, dass es sich bei den Anzeigen um eine Form von Werbung handelt. Der Begriff Native Advertising lässt sich davon ableiten, dass die Anzeige sich der nativen Umgebung des Website-Betreibers anpasst.

Nach dem Anklicken der Anzeige, wird der Nutzer direkt auf die Homepage des werbenden Unternehmens weitergeleitet. Dort befindet sich in der Regel hochwertiger Content, der meist aus Grafiken, Videos und Bildern besteht.

Da in Deutschland jede Anzeige den Nutzern als Werbung kenntlich gemacht werden muss, gilt das selbstverständlich auch für die Native Ads.

Tipps für gute Native Ads

  • Verwende möglichst viele Ressourcen wie Bilder, Logos, rechteckige Formate und Text-Variationen
  • Schreibe deine Texte so, dass der Leser interessiert ist auf die Anzeige zu klicken
  • Verwende Bilder in hoher Auflösung
  • Deine Zielseite sollte im gleichen Stil wie deine Native Ad gehalten sein
  • Verwende keine animierten Bilder
  • Achte darauf, keine Bilder mit zu viel Text zu verwenden
  • Du darfst nie vergessen, dein Logo mit in die Anzeige einzubauen

Native Advertising in Social Media und Suchmaschinen

In den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter können Unternehmen kostenlos ihre Inhalte an ihre Zielgruppe veröffentlichen. Für Unternehmen die einen Schritt weiter gehen wollen, können Native Ads sehr effektiv sein.

Mit Instagram zum Beispiel hast du die Chance, bezahlte Werbeanzeigen im Feed von potenziellen Käufern auszuspielen. Achte hierbei auch wieder auf den Inhalt und den Stil der Anzeige, sodass der Nutzer mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auf die Anzeige klickt, da er diese auch nicht direkt als eine erkennt.

Native Advertising funktioniert auch in Suchmaschinen. Wenn du zum Beispiel nach einem bestimmten Artikel in Google suchst, erscheinen ganz oben in der Trefferliste meist drei bis vier Websites mit einem kleinen „Anzeige-Button“. Bis auf den Button unterscheiden sich diese bezahlten Anzeigen nicht von der nativen Umgebung der Google-Trefferliste.

Native Ads auf Amazon

Ähnlich wie bei Google funktioniert Native Advertising auch bei Amazon mit Hilfe der Sponsored Products. Auch hier erscheinen ganz oben in der Suchergebnisseite Produkte mit dem Zusatz „Gesponsert“. Es lässt sich also sehr leicht erkennen, wie die Native Ads sich in die Umgebung der Suchergebnisse anpassen.

Besonders bei der Einführung neuer Produkte lohnt sich der Einsatz von Sponsored Products, da somit die Sichtbarkeit deiner Produkte aber gleichzeitig auch die deiner Marke erhöht wird. Somit hast du ebenso die Chance eine höhere Reichweite zu generieren.

Welche Formen des Native Advertisings gibt es?

1. Virales Marketing: Diese Art findest du vor allem in Feed der verschiedenen Social-Media-Plattformen. Hier verbreitet sich die Anzeige in der Regel von alleine, da die User diese untereinander teilen und weiterleiten können.

2. Bild-Text-Anzeige: Diese Anzeige-Form besteht aus einem Titel, einer Kurzbeschreibung und einem Artikel-Bild oder einer Grafik und passt inhaltlich zum redaktionellen Umfeld des Website-Betreibers. Klickt ein Nutzer auf diese Anzeige, wird er auf eine externe Landingpage weitergeleitet.

3. Advertorial: Ein Advertorial oder auch Sponsored Post genannt sind bezahlte Artikel, die als „Anzeige“ gekennzeichnet sind. Der Inhalt und Stil der Anzeige sind an das Medium angepasst, auf welchem diese veröffentlicht werden und sie soll den Nutzern einen Mehrwert bieten.

Vorteile von Native Advertising

  • unaufdringliche Werbeform
  • geringer Streuverlust
  • nutzerorientierte Inhalte
  • hochwertiger Content
  • sehr gut geeignet für mobile Endgeräte
  • Nutzer zeigen eine höhere Akzeptanz als bei klassischer Werbung

Grundsätzlich kann man sagen, dass der größte Vorteil der Native Ads die Einbettung hochwertiger und professioneller Inhalte in ein natürliches Werbeumfeld, ist. Da die Anzeige auf die Ziele der potenziellen Kunden angepasst ist, können hier sowohl der Content Marketer, als auch seine Kunden profitieren.

Die Schattenseite der Native Ads

Neben den vielen Befürwortern dieser Werbeform gibt es auch einige negative Meinungen. Die Gegner befürchten nämlich den Verlust der Integrität der Medien. In deren Augen werden nämlich durch die Native Ads Werbung und redaktionelle Inhalte vermischt, und das ohne richtig auf die Werbeabsicht hinzuweisen.

Einige Websites, die diese Art der Werbung anbieten, versuchen oft das Wort „Werbung“ mit anderen Begriffen zu verschleiern, sodass es den Usern nicht unbedingt als bezahlte Werbung auffällt. Die Kritiker setzen hier deshalb auch oft den Begriff „Schleichwerbung“ in Verbindung mit den Native Ads.

Erfolgreiches Optimieren von Native-Ads-Kampagnen

Wie bei so vielen Werbeinstrumenten in der Welt des Online-Marketings reicht nur das Ausspielen der Native-Ads nicht aus. Auch hier ist es wichtig seine Kampagnen richtig zu optimieren. Je nach Anbieter kannst du auf verschiedene Analyse-Tools zugreifen, um deinen Kampagnen-Erfolg zu messen. Dies hilft dir auch dabei, um dein vorhandenes Werbebudget optimal auszuschöpfen.

Fazit

Die Meinungen zu Native Ads sind sehr zwiegespalten. Für viele Werbetreibende ist es eine tolle weitere Möglichkeit, um Werbung auszuspielen. Die Besonderheit ist hierbei auf jeden Fall, dass es sich um bezahlte Werbeanzeigen handelt, die als solche nicht unbedingt erkannt werden. Durch nutzerorientierte und hochwertige Inhalte weisen viele Nutzer eine höhere Akzeptanz auf als bei traditioneller Werbung.

Es gibt allerdings auch einige negative Stimmen, die die Native Ads als eine vorsätzliche Verschleierung sehen. Laut den Gegnern wird Werbung betrieben, ohne diese als solche offensichtlich genug darzustellen.

Abschließend lässt sich sagen, dass ein guter Mittelweg zwischen einer offensichtlich dargestellten und verschleierten Anzeigen gefunden werden sollte. So bleibt das Vertrauen deiner Marke bestehen und du hast auf jeden Fall die Möglichkeit mit Native Advertising deine Reichweite und Sichtbarkeit zu erhöhen.