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Was ist eine Auktion? – Wie funktioniert eine Auktion?

Im Folgenden Artikel soll geklärt werden, was denn eine Auktion ist. Eine Auktion ist vereinfacht gesagt eine Verkaufssituation, bei der ein Produkt bzw. mehrere Produkte versteigert werden. Das Prinzip ist das einer Versteigerung: Es gibt potentielle Käufer, die alle miteinander in Konkurrenz um das Produkt stehen. Dabei gilt es, die anderen Käufer zu überbieten. Wer am meisten für das versteigerte Produkt bietet, gewinnt und wird Eigentümer der ersteigerten Ware. 

Teilnehmer an einer Auktion

Bei einer Auktion gibt es neben den Teilnehmern natürlich auch einen Moderator. Dieser wird Auktionär genannt. Die Aufgabe des Auktionärs besteht darin, die Produkte der Versteigerung anzusagen und die Auktion zu leiten. Er sagt die Preise für das jeweilige Produkt an und steigert diese in Intervallen, je nach Kaufmotivation der teilnehmenden potentiellen Käufer. Die Bieter warten hierbei auf die jeweiligen Ansagen des Auktionärs und entscheiden, auf welches Produkt sie wann bieten wollen. 

Wie wird bei einer Auktion geboten? 

Meist werden die Gebote eines potentiellen Käufers durch Handzeichen oder Heben eines Schildes an den Auktionär signalisiert. 

Noch bevor eine Auktion beginnt, wird vom Produktbesitzer oder vom Auktionshaus ein Startgebot festgelegt, bei dem die Ersteigerung beginnt. 

Nach der Auktion steht nur noch die Rechnungsstellung und der Versand der ersteigerten Ware zwischen dem ergatterten Produkt und dem glücklichen neuen Eigentümer. 

Arten von Auktionen

Traditionell werden Auktionen in offiziellen Auktionshäusern abgehalten. Mittlerweile gibt es natürlich auch Auktionen, die im Internet von Statten gehen. Man denke dabei nur beispielsweise an ebay. Auch wenn sich der Abhaltungsort ändern kann, bleibt das Prinzip jedoch immer gleich. Hier gibt es lediglich verschiedene Auktionsarten, die sich in ihren Gebotssystemen leicht unterscheiden. Insgesamt lautet bei jeder Auktion die Devise “wer am meisten bietet, gewinnt”. 

Auch bei Versteigerungen in Auktionshäusern müssen Bieter nicht immer persönlich vor Ort sein. Es ist üblich, dass ein Stellvertreter für den eigentlichen potentiellen Käufer vor Ort ist und die Rolle des Bieters auf Anweisungen übernimmt. Kommuniziert wird hier beispielsweise über Telefon. Neben anwesenden Saalbietern und Telefonbietern, gibt es ebenfalls Bieter die ihr Gebot schriftlich an das Auktionshaus zukommen lassen. Hierbei muss jedoch von vornherein eine klare Grenze kommuniziert werden, bis zu welchem Preis der Bieter ein Gebot für ein spezifisches Produkt abgeben will. 

Rechtliches bei Auktionen 

Die Auktion selbst als Veranstaltung muss nicht amtlich angemeldet werden. Allerdings ist es von Nöten, dass der Auktionär im Besitz einer Versteigerungserlaubnis ist. Diese wird vorher beim Gewerbeamt beantragt. 

Jedes Gebot eines potentiellen Käufers wird rechtlich als Willenserklärung angesehen und gilt als bindende Handlung. Durch die Beteiligung an der Auktion ergibt sich im Falle des Überbietens der Konkurrenzkäufer für den Käufer ein vertraglich-bindender Vertrag.

Prinzipiell ist bei Auktionen sogenanntes “shill bidding” strikt untersagt. Der Begriff leitet sich aus dem Englischen “shill” für Lockvogel und “to bid” für bieten ab. Bei dieser Strategie wird eine Person, entweder vom Versteigerer selbst oder von einem Einlieferer engagiert, um den Preis eines bestimmten Produktes in die Höhe zu treiben. Dabei fungiert der Lockvogel als vermeintlicher potentieller Käufer, den andere Mitbieter überbieten müssen um in Besitz der Ware zu gelangen. 

Woher kommen die Produkte einer Auktion? 

Bei einer Auktion werden oftmals Produkte eines Nachlasses versteigert. Nicht selten kommt es vor, dass Erben versuchen eine hinterlassene Sammlung oder sonstige Produkte von Wert zu versteigern. 

Professionelle Sammler können bei einer Auktion Teile ihrer Sammlung versteigern lassen, oder sich von ihrer ganzen Sammlung gegen einen angemessenen Erlös trennen. Dass Eigentümer ein Produkt optimal verkaufen wollen trifft ebenso auf “normale” Händler zu, nicht nur auf professionelle Sammler. 

Ab und zu kann es ebenfalls vorkommen, dass Auktionshäuser selbst Verkäufer anwerben, da sich diese in Besitz eines interessanten Produktes befinden. 

Auktionen auf Amazon 

Im Kontext Amazon gibt es ebenfalls Situationen, in denen der Begriff Auktion verwendet werden kann. Dies betrifft sogenannte PPC-Kampagnen (“Pay per Click”).

Als aktiver Händler auf Amazon, sowohl als Vendor, als auch als Seller, hat man die Möglichkeit mit Hilfe von Pay Per Click(PPC)-Kampagnen neben organischen Suchergebnissen auch weitere Impressionen und Verläufe zu generieren.

Ein Beispiel hierfür wäre, das Aufsetzen einer Sponsored Brand Ad. Als erstes muss eine Liste aller relevanten Keywords für das Zielprodukt erstellt werden. Bei der PPC-Kampagne wird diese Liste hinterlegt, damit die Werbung immer dann ausgespielt wird, wenn ein Kunde eines der gewählten Wörter in die Suchleiste eingibt und auf die Ergebnisseite weitergeleitet wird.

Dabei geht es genauer um den CPC. Dahinter steht der Begriff “Cost-per-Click”. Hier sieht man den entsprechenden Preis, den der Händler für einen einzelnen Klick auf seine Werbung bezahlt. Kosten entstehen nur dann, wenn ein potentieller Käufer auf die Werbung des Händlers clickt. Die reine Präsenz der Kampagne kostet nichts. Hier kann es sich um einen Fixpreis handeln oder um ein Gebot, dass der Händler auf ein bestimmtes Keyword gibt. Hier kommt nun das Auktions-Prinzip ins Spiel: Der Händler mit dem höchsten Gebot für das spezifische Keyword gewinnt und bekommt den Werbeplatz für sein Produkt. 

Bietet ein Händler auf ein Keyword beispielsweise 85 Cent und ein anderer Händler nur 80 Cent, dann gewinnt der Händler mit 85 Cent die Auktion, da er das höchste Gebot abgegeben hat. Wenn ein Kunde nun diesen Suchbegriff in die Suchleiste eingibt, wird ihm die Werbung des Gewinners der Auktion ausgestrahlt. Hinweis: Auf Amazon entscheiden am Ende nicht nur die einzelnen Gebote darüber, ob eine Auktion gewonnen wird, sondern auch die Relevanz des Produkts und viele weitere Faktoren.