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Was ist ein Entrepreneur? Was macht einen Entrepreneur aus?

Seit einigen Jahre hört man immer öfter den Satz „Ich bin Entrepreneur“, wenn es um die Berufsbezeichnung geht.

Aber was genau bedeutet Entrepreneur? Ist das nicht einfach ein neumodisches Wort für Unternehmer? Oder gibt es dabei tatsächlich Unterschiede?

Im klassischen Sinn ist die Bezeichnung mit Unternehmer zu übersetzen. Das Wort Entrepreneur stammt aus dem Französischen. Es setzt sich aus den Worten „entre“ (zwischen) und dem Verb „prendre“ (nehmen) zusammen.

Ein Entrepreneur ist also Gründer oder Inhaber eines Unternehmens. Darunter fallen auch oftmals  start ups.

Was macht einen Entrepreneur aus?

Zum sogenannten entrepreneurship gehört jedoch mehr, als einfach „nur“ ein Unternehmen zu gründen. Der Begriff entrepreneur sagt ebenfalls viel über den Charakter des jeweiligen Unternehmers aus. Willensstärke, Durchsetzungsvermögen und Unabhängigkeit sind nur wenige der charakterisierenden Eigenschaften.

Entrepreneure unterscheiden sich vor allem durch Ihre Verantwortung für das Unternehmen von angestellten Managern.  Sie tragen die volle Verantwortung für das gesamte Start Up. Mit großer Verantwortung fallen natürlich ebenfalls große Risiken an.

Um diesem Druck stand zu halten, bedarf es einem starkem Charakter. Nicht jeder ist als entrepreneur geeignet, da dieser Beruf viel Stress, Druck und nervenaufreibende Entscheidungen mit sich bringt.

Wer also erfolgreicher Entrepreneur werden möchte, sollte wissen dass es dafür einen standhaften Charakter braucht.

Der Begriff lässt sich nicht nur durch die wortwörtliche Übersetzung definieren, sondern steht vielmehr für eine Lebenseinstellung. Dabei geht es um bestimmte Charaktereigenschaften und die Fähigkeit ein Unternehmen erfolgreich zu leiten.

Zwar leitet sich die Berufsbezeichnung von der Übersetzung für Unternehmer ab, aber Vorsicht! Nicht jeder Unternehmer ist automatisch ein Entrepreneur.

Einen echten Entrepreneur zeichnen Eigenschaften wie eine disruptive Persönlichkeit und ein Gespür für Innovationen aus. Zielorientiertes Handeln und starke Nerven in komplizierten Situationen wie Niederlagen sind hier eine Voraussetzung.

Es geht nicht nur darum, die Schritte in die Selbstständigkeit zu wagen. Sondern ebenfalls darum, die erfolgreiche Erhaltung und Entwicklung des eigenen Unternehmens.

Angehenden Entrepreneuren sind beispielsweise Persönlichkeiten wie Richard Branson, Elon Musk, Frank Thelen und Bill Gates ein großes Vorbild.

Für alle diese Unternehmer galt in ihrer Arbeit das Motto der schöpferischen Zerstörung. Auch als kreative Zerstörung bekannt, bezeichnet dieser Begriff ein Prinzip aus dem Feld der Makro-Ökonomie. Die Kernaussage dieses Prinzips ist, dass jede ökonomische Entwicklung auf der kreativen, schöpferischen Zerstörung basiert.

Ohne Zerstörung bzw. Verdrängung alter Strukturen kann es keinen Wachstum geben. Geprägt wurde dieser Begriff durch den Nationalökonom Joseph Schumpeters.

Gerne wird auch der Revolutionär Steve Jobs als erfolgreiches Beispiel herangeführt. Sein Unternehmen begann er in der Garage seiner Eltern. Jobs revolutionierte mit Apple die Elektronik- und Computer-Branche und prägte ganze Generationen mit seinen Produkten. 

Nach seiner Niederlage 1983 mit dem Computer „Lisa“, hätte niemand erwartet, dass er eines Tages die Elektronik-Branche maßgeblich beeinflussen würde.

3 Tipps für angehende Entrepreneure

  • Holen Sie sich Inspiration: Lesen Sie ein gutes Buch über ein erfolgreiches Vorbild und lassen Sie sich inspirieren. Notieren Sie sich nützliche Tipps und eignen Sie sich hilfreiche Charaktereigenschaften an.
  • Planen Sie den Erfolg Ihres Unternehmens: Wohin wollen Sie mit Ihrem Unternehmen? Definieren Sie, was Erfolg für Sie bedeutet. Was braucht es für Ihr Ziel? Entwerfen Sie einen Schritt-für-Schritt-Plan und definieren Sie wichtige Meilensteine.
  • Trauen Sie sich und seien Sie standhaft: Wagen Sie den Schritt in das Unbekannte des entrepreneurship. Lassen Sie sich nicht emotional durch Niederlagen aus der Bahn werfen. Wer konsistent bleibt, erzielt eher Erfolg. Bleiben Sie in schwierigen Situation ruhig und behalten Sie stets einen klaren Kopf.

Manchmal braucht es mehrere Anläufe, um etwas von Wert zu schaffen das auch funktioniert.

Weitere inspirierende Persönlichkeiten

  • Arianna Huffington: Gründerin der Online-Zeitung Huffington Post, erhielt als erste kommerzielle Onlinezeitung im Jahr 2012 einen Pulitzerpreis. Später wurde sie von der Times zu einer der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten weltweit ernannt.

Dass eines ihrer Bücher von sage und schreibe 36 Verlagen abgelehnt wurde, ist weniger bekannt. Trotz 36 Absagen setzte sich Arianna Huffington schließlich beim 37. Verlag durch. Ein großartiges Beispiel für Durchhaltevermögen.

  • Oprah Winfrey: Sie begann ihre Karriere als Nachrichten-Moderatorin, bevor sie ihre eigene Talkshow erhielt. Diese wurde fast 20 Jahre lang ausgestrahlt. Die weltbekannte Amerikanerin  schauspielerte parallel dazu und gründete einen Buchclub. Nach der Beendigung ihrer Talkshow, gründete sie ihren eigenen Pay-TV-Kanal.
  • Jeff Bezos: Der Gründer von Amazon war bereits schon in jungen Jahren mit eigenen Projekten beschäftigt. Wie zu Beispiel an einem solarbetriebenen Herd und einem Luftkissenfahrzeug. Zwar ging seine Karriere dann in eine andere Richtung, jedoch sehr erfolgreich. Heute ist Jeff Bezos Multi-Milliardär.

Die verschiedenen Arten von Entrepreneurship

Dem generellen Entrepreneur im klassischen Sinne begegnet man heutzutage seltener. Vielmehr haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Kategorien entwickelt.

  • Young/Senior Entrepreneur: Ein Gründer, durch sein Alter definiert . Ein Young Entrepreneur kommt häufig frisch aus dem Studium. Ein Senior Entrepreneur glänzt mit viel Berufs- und Lebenserfahrung.
  • Serial/Habitual Entrepreneur: Seriengründer, die stets auf der Suche nach der nächsten großen Geschäftsidee sind. Dabei werden oft mehrere Unternehmen gegründet. Während dies beim Serial Entrepreneur zeitlich nacheinander geschieht, überschneiden sich beim Habitual Entrepreneur die Zeitfenster der Gründungsprojekte.
  • Fempreneur: Eine weibliche Gründerin, die sich in der männlich geprägten Domäne durchsetzt.
  • Regional Entrepreneur: Unternehmer, die sich von regionalen Einflüssen für Ihr Unternehmen inspirieren lassen. Häufig mit dem Ziel die eigene Region zu unterstützen.
  • High-Tech Entrepreneur: Hier geht es nur um Innovation. Dabei werden charakteristisch oftmals hohe Summen benötigt, um die Projekte umzusetzen.
  • Social/Eco Entrepreneur: Social oder Eco Entrepreneure konzentrieren sich verstärkt auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Ziel ist es, soziale Probleme zu lösen. Oft involviert dies nachhaltige Verpackungen oder Fair Trade Produkte.

Persönlichkeitsmerkmale von Unternehmern und Entrepreneuren

  • Resilienz
  • Leistungsmotivation: Hohe Leistungsmotivation ist eine notwendige Eigenschaft unternehmerischen Handelns. Die Vision ist dabei die treibende Kraft. Der Unternehmer muss bereit sein, Aufgaben anzugehen.
  • Selbstwirksamkeitserwartung: Die Erwartung, dass man durch eigenes Handeln entscheidenden Einfluss auf das Gelingen seiner Vorhaben hat. Das Wissen dass man dabei unabhängig von Dritten handelt
  • Ambiguitätstoleranz: Die Fähigkeit mit komplizierten Situation und Unsicherheit souverän umzugehen.
  • Eigeninitiative und Unabhängigkeitsstreben: Die Kunst, mit Ausdauer und Entschlossenheit Strategien zu entwickeln. Er strebt nach Selbständigkeit sowie Unabhängigkeit und zeichnet sich durch Vertrauen in seine Fähigkeiten aus.
  • Problemlösungsfähigkeit: Viele Aufgaben des Unternehmertums sind keine alltägliche Routine. Er muss in der Lage sein, in unbekanntem Feld zu operieren. Seine Aufgabe ist es Wege zu finden, um handlungsfähig zu bleiben.
  • Realismus und Teamfähigkeit: Der Unternehmer muss seine Grenzen kennen und in der Lage sein, mögliche Partner zu identifizieren und zu akzeptieren.
  • Emotionale Stabilität, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsfähigkeit:  Misserfolge schnell  verarbeiten und in schwierigen Situationen einen klaren Kopf behalten. Ebenfalls sollte ein Unternehmer kooperativ sein und zudem Einfühlungsvermögen besitzen. Nur so lässt sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern erzielen.
  • Kreativität: Ein Unternehmer sollte eine entscheidungsfreudige und schöpferisch denkende Person sein, die assoziativ in seinen Vorstellungen ist und eine lebhafte Phantasie besitzt.
  • Risikobereitschaft: Das Unternehmertum bietet Chancen und Risiken. Diese muss der Entrepreneur abwägen können und ein abschätzbares Risiko eingehen. Er trägt die Verantwortung, für den Erfolg seiner Ideen und deren Umsetzung. Er bewertet die Marktsituation, Chancen und mögliche Hindernisse.
  • Durchhaltevermögen: Personen, die eine hohe Kreativität aufzeigen, brechen oft nach einer Niederlage oder vor einem zu großem Hindernis ab. Zudem fehlt oftmals die Ordnung und eine gute Organisation, bei Menschen sehr kreativ denken. Ein „kreatives Chaos“ hat im Unternehmertum keinen Platz. Nur wer auch Ordnung und Durchhaltevermögen walten lässt, gelangt ans Ziel.