+49 (0) 941 463 943 20 [email protected]

Wie genau Amazon seine Produkte rankt, ist immer noch ein sehr gut gehütetes Geheimnis. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die man darüber sagen kann, nach welchen Kriterien Amazon seine Artikelsuche strukturiert. Wir haben hier die Wichtigsten Details zusammen gestellt!

Voraussetzung: Ein gutes Amazon-Ranking ist für mehr Verkäufe unentbehrlich!

Wenn man im Bereich E-Commerce auf Amazon tätig ist, kommt man nicht drum herum, sich irgendwann einmal mit dem Verkaufsranking zu befassen. Warum steht mein Produkt in der Suche dort wo es steht? Wie schaffen es die Top-Produkte ganz nach vorne auf die Liste? Und vor allem… Wie kann ich dies ebenfalls schaffen?

Diese Fragen sind nicht unberechtigt: Es gibt immer noch kaum handfeste Informationen darüber, nach welchen Kriterien Amazon genau sein Verkaufs-Ranking aufstellt. Aber eins ist sicher: Dieses Verkaufs-Ranking ist enorm wichtig, denn die meisten Kunden suchen Produkte bei Amazon über die klassische Suchfunktion, und kommen dabei beim Klicken selten über die ersten drei Seiten hinaus. Was im Umkehrschluss bedeutet: Wer nicht ganz vorne in den Suchresultaten bei Amazon vertreten ist, hat es schwer, neue Kunden zu erreichen.

Wie funktioniert der Amazon-Verkaufsrang?

Bevor wir uns damit befassen, wie man sein Verkaufs-Ranking verbessern kann, schauen wir uns erstmal an, wie Amazon (wahrscheinlich) sein Ranking aufbaut. Grundsätzlich geht Amazon hier in zwei Schritten vor: Zunächst werden Produkte gesucht, die semantisch grundsätzlich zur Suchanfrage passen. Hiermit wird ausgeschlossen, dass zum Beispiel auf einmal ein Hausschuh in der Suchliste erscheint, obwohl der Kunde eigentlich nach Motorradzubehör gesucht hat.

Im zweiten Schritt werden dann die so vorgefilterten Produkte nach verschiedenen Kriterien durch den Ranking-Algorithmus sortiert. In diesem Schritt sind die wichtigsten Faktoren zum einen Performancefaktoren (zum Beispiel frühere Bewertungen, Produktbilder oder Verfügbarkeit).

Diese Faktoren werden in den Einheiten Klickrate und Conversionrate gemessen. Die Klickrate bedeutet in diesem Fall, wie viele Leute die Produktseite besucht haben. Der zweite Faktor ist die Conversionrate, sprich wie viele Leute das Produkt dann auch wirklich gekauft haben. Darüber hinaus sind Relevanzfaktoren wie Keywords ein wichtiges Relevanzkriterium, die Amazon dabei helfen zu entscheiden, wie gut das Produkt inhaltlich zur Suchanfrage passt.

Die Frage aller Fragen: Wie steige ich im Amazon-Verkaufsranking?

Kommen wir nun zum wichtigen Part: Der Frage, wie man es denn nun schafft, in den Amazon-Suchergebnissen nach oben zu kommen. Zwar gibt es dafür kein allumfassendes Patentrezept, das auf alle Eventualitäten zutreffend ist, aber ein paar Dinge lassen sich dennoch aktiv tun:

Keywords optimieren

Wie bereits erwähnt, sind vor allem für die Relevanzfaktoren Keywords besonders wichtig, da sie Auskunft darüber geben, wie gut das Produkt zur getätigten Suchanfrage passt. Also ist er durchaus möglich mit sorgfältig gewählten Keywords seinen Platz in Amazons Verkaufsranking zu verbessern.

Doch wie fängt man am besten an? Zunächst einmal sollte man selbst ein paar Überlegungen anstellen: Wonach würde ich suchen, wenn ich genau das Produkt kaufen möchte, für das ich gerade Keywords suche? Mit dieser Methode kommt man relativ schnell auf ein paar passende Suchbegriffe zum Produkt und kann auf dieser Liste aufbauen. Diese Liste kann dann in das Amazon Suchfeld eingegeben werden (gefolgt von einem Leerschlag), um damit weitere passende Begriffe durch die Empfehlungen von Amazon zu erfahren.

Enthüllt: Wie der Amazon Ranking Algorithmus funktioniert

Die Amazon Vorschläge helfen dabei, weitere interessante Keywords zu erhalten

Der nächste Schritt sollte dann auch sein, nach Synonymen für die gerade gefundenen Keywords zu suchen. Hat man nun eine Liste an Keywords zusammen gestellt, dann kann man zum Beispiel noch den Adwords Keywordplanner von Google benutzen, um noch weitere Suchbegriffe zu finden. Damit sollte man eine ansehnliche Liste an Keywords haben, die inhaltlich zum Produkt passen und durch das Abdecken vieler Begriffsvariationen die Relevanz für Amazon erhöhen.

Enthüllt: Wie der Amazon Ranking Algorithmus funktioniert

Mit dem Keywordplanner von Google Adwords lassen sich weitere Ideen für Suchbegriffe finden

Bezahlte Werbung schalten

Eine weitere Möglichkeit, sein Amazon-Ranking zu verbessern, ist das Schalten von Werbung. Allerdings muss hier immer abgewogen werden, inwieweit sich das lohnt.

Man kann sich über Amazons “gesponserte Produkte” einen Platz ganz oben in den Suchergebnissen sichern: Diese sind keyword- und auktionsbasiert. Das bedeutet grob gesagt, dass der Händler mit dem höchsten Gebot den begehrten Platz in den gesponserten Produkten ganz oben in der Amazon Produktsuche bekommt. Jeder, der einen professionellen Amazon Seller-Account besitzt, hat die Möglichkeit, solche Anzeigen zu schalten – aber leider ist dies nicht für alle Produktkategorien möglich.

Enthüllt: Wie der Amazon Ranking Algorithmus funktioniert

Gesponserte Produkte werden in den Suchergebnissen ganz oben angezeigt

Da diese Anzeigen auf einem Auktionsmodell basieren, ist diese Anzeigenform für sehr allgemein gehaltene Keywords nicht sinnvoll, da dort die Gebote für einen Anzeigenplatz entsprechend hoch sind. Besser ist es, sich zunächst eine Nische zu suchen, in der das Verhältnis zwischen Reichweite und Preis für Anzeigen stimmt, um sich nicht in Unkosten zu stürzen, nur um in den Amazon Suchergebnissen ganz oben mitmischen zu können und dabei für semi-relevante Begriffe angezeigt zu werden.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Über Keywords haben wir ja bereits gesprochen, aber nur Produktkeywords zu optimieren und dann zu erwarten, in der Amazon-Suche nach oben zu rutschen, wird nicht funktionieren. Viel mehr muss für ein gutes Ranking die komplette Produktseite optimiert werden, denn Amazon lässt so gut wie jede Information auf der Seite deines Produktes in das Verkaufsranking mit einfließen.

Allen voran stehen hier Produkttitel und Beschreibung: Beide sollten weder zu allgemein noch zu speziell gehalten sein und vor allem sollten alle relevanten Begriffe (also quasi die wichtigsten Vertreter aus den vorher schon recherchierten Keywords) vertreten sein. Hier sollte man Vorsicht walten lassen, denn der Amazon Suchalgorithmus ist schließlich nicht der alleinige Adressat von Produkttitel und Beschreibung.

Ja, Keywords sollten auftauchen, aber der Produkttitel und die Produktbeschreibung sollten trotzdem nicht aussehen wie eine Werbetafel oder eine Aneinanderreihung relevanter Suchbegriffe, denn sonst wird es trotz guter Platzierung in den Suchergebnissen schwer sein, Leute dazu zu bringen, auf das Produkt zu klicken. Ein zu generischer Produkttitel, der schlimmstenfalls aussieht als wäre er automatisch erstellt worden, schreckt hingegen potentielle Käufer eher ab – hier gilt es, die Balance zu finden.

Organisches Wachstum

Da Amazon in seinem Algorithmus auch bewertet, wie häufig ein Produkt verkauft wurde, klingt es verlockend einfach immer mal wieder mit Gutscheinaktionen oder kurzfristigen Werbeaktionen die Anzahl Verkäufe in die Höhe zu treiben. Diese Strategie bringt kurzfristig auf jeden Fall mehr Verkäufe – allerdings ist der Amazon-Algorithmus, auch was Verkäufe angeht, inzwischen ziemlich clever. Kurzfristig viele Verkäufe haben weitaus weniger Einfluss auf das Ranking als stetige, dafür in der Summe etwas weniger Verkäufe.

Daher ist die ideale Strategie für ein langfristig besseres Ranking, die Werbemaßnahmen für ein Produkt weitsichtig zu planen und eher auf organisches Wachstum zu setzen, als auf kurzfristigen Erfolg. Damit wird eine “Produktblase” verhindert, die vielleicht für den Moment ein paar mehr Verkäufe bringt, sich aber schnell wieder abnutzt.

Wer diese Tipps beherzigt, der kann sich seinen Platz vorne in den Suchresultaten sichern – wir wünschen viel Erfolg, und stehen jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Verfügung!